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Wie der Bär in das Wappen kam

Berlin und Cölln werden Städte 

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Berlin und der Berliner Bär scheinen heute untrennbar zu sein, dabei hat der Name Berlin überhaupt nichts mit einem Bären zu tun.

Als die beiden Orte Berlin und Cölln an der Spree entstanden, war die Gegend als Lehen an einen Marktgrafen gegangen. Aber diese kleinen Siedlungen im Sumpfgebiet schienen ihm nicht recht zu passen, um sich hier ein Haus zu bauen. Da aber durch die Aufsicht des Markgrafen über dieses Gebiet es für die Händler immer sicherer wurde, sich hier niederzulassen, wurden die Siedlungen immer größer und bekamen das Stadtrecht.
Sie konnten also selber entscheiden, nach welchem Recht in ihren Mauern gehandelt und gearbeitet wurde.

Dem Markgrafen war es recht, solange er an den Zolleinnahmen der Städte beteiligt war. Das älteste Wappen zeigt daher die Stadtmauern und den Markgräflichen Adler.

Die beiden Städte wurden reicher und größer und unterhielten bald auch ein gemeinsames Rathaus auf einer Brücke. Keine Stadt sollte bevorzugt werden. Die heutige Rathausbrücke war dafür viel besser geschaffen.

 

Berlin wird selbständig 

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Unter den Askaniern gab es einen Mann mit Namen Albrecht der Bär.
Als die Askanier Schwierigkeiten hatten ihren Anspruch auf die Städte aufrecht erhalten zu können, wollten die Städte ihre Solidarität zeigen und in Erinnerung und Unterstützung der Askanier kamen gleich zwei Bären dazu.
Albrecht der Bär und der Name Berlin schienen gut zueinander zu passen, denn schon lange wusste niemand mehr, woher der Name Berlin eigentlich kommt.

Die Markgrafen hatten bisher nur einen kleinen Stützpunkt in den Städten. Heute würde man vielleicht sagen sie unterhielten ein „Bürgerbüro”. Den Städten Berlin und Cölln war es nur recht - die Stadtkasse wurde immer dicker und die Städte immer größer und selbständiger. Das zweite Wappen von 1338 drückt das wohl ganz gut aus.

 

 

Die Marktgrafen übernehmen Berlin 

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Bei den Wappen und Siegelbildern muss man auch daran denken, dass damals kaum einer lesen und schreiben konnte. Nicht einmal die Fürsten konnten lesen und schreiben. Sie hatten dafür ihre Schreiber.
In den Städten konnten nur die Händler schreiben und lesen, denn für sie war es notwendig ihre Einnahmen und Ausgaben überblicken zu können.
Wappen, Siegel und Fahnen mussten also den Leuten erklären, wer man war und welche Rechte man hatte.

Friedrich der II. genannt „der Eiserne” waren die Reichtümer, die die Städte anhäuften, ein Dorn im Auge. Er wollte das Stadtrecht wieder abschaffen, um die Zolleinnahmen ganz für sich zu behalten. Ein Krieg gegen die befestigten Städte blieb nicht aus. Damit sein Sieg endgültig den Bürgern immer vor Augen blieb ließ er ein Schloss errichten. Er war zwar selten hier aber auch im Berliner Wappen sollte es deutlich werden, dass der Marktgräfliche Adler alles im Griff hatte.

Der Bär wurde von da an immer durch den roten Adler und später auch mit dem schwarzen preußischen Adler eingerahmt. Es gab zwar auch ein kleines Stadtwappen in dem der Bär allein abgebildet war, aber das wurde nie zu großen Anlässen benutzt.

 

Berlin wird eigenständige Stadt 

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Erst durch die Gründung der Weimarer Republik und die Abschaffung der Monarchie in Preußen bekam der Berliner Bär seinen alleinigen Platz im Wappen.

 

Quelle: Zeichnungen HD Richter

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