Auch im Mittelalter schon waren die Rinder nicht nur in den dörflichen Gebieten von besonderer Bedeutung. Neben ihrem Einsatz als Arbeits- und Zuchttiere waren sie für die Milch und Fleischproduktion wichtig. Die Milchleistung der Kühe war im Mittelalter zwar geringer als die der heute gezüchteten Kühe, dafür aber waren diese Tiere genügsamer und widerstandfähiger als die heute teilweise überzüchteten Arten. Auch zur Herstellung von Leder und Pergament lieferten die Rinder wichtige Rohstoffe, was allerdings mehr städtische Bereiche betraf.
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Weitere Haustiere, die auf den mittelalterlichen Höfen gehalten wurden, waren insbesondere Ziegen, Schafe, Schweine, Hühner und Gänse. Zu Lebzeiten lieferten sie den Menschen bereits Milch, Eier, Federn und Wolle. Als Schlachtvieh waren ihr Fleisch und ihr Fett wichtige Rohstoffe für den täglichen Bedarf. Um das Fleisch der Tiere nach der Schlachtung haltbar zu machen, wurde es geräuchert oder gepökelt und anschließend in der Speisekammer oder auf dem Dachboden aufgehängt.
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Die Schafe lieferten den Menschen zusätzlich Wolle zur Herstellung von Kleidungsstücken. Diese wurden von den Bauersfrauen des Mittelalters selbst hergestellt, indem sie zunächst die Wolle zu Wollgran sponnen. So war insbesondere die Spindel ein typisches Symbol der Mädchen- und Frauenarbeit.
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