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Stutenkerl

Der Stutenkerl ist ein Gebäckstück in Form eines Mannes aus Hefeteig.
Die Figur geht auf den Nikolaus zurück und ist ein typisches Adventsgebäck.
Ein Stutenkerl besteht meist aus gesüßtem Hefeteig (Stuten). Oft wird er mit Rosinen für das Gesicht und die Knopfleiste verziert. Manchmal wird er auch noch mit Zucker bestäubt und bekommt eine Tonpfeife eingesteckt.
Im westlichen Ruhrgebiet und im Rheinland wird der Stutenkerl bereits zu St. Martin (11. November) gegessen.
Er ist in den Tüten der Kinder beim Martinssingen ständig vertreten.

 

Abb

Für den Stutenkerl gibt es für ihn im deutschsprachigen Raum die verschiedensten Namen:

Stutenkerl oder -männchen wird er in Niedersachsen, Mecklenburg und in Westfalen genannt.
In Ost-Westfalen-Lippe heißt er auch auch Kiepenkerl, eventuell auch Klaaskerl oder Backsmann.
Stutenmann ist sein Name im Bergischen Land.
Im westlichen Ruhrgebiet hört er auf den Namen Puhmann.
Weckmann, auch Weckemann oder -männchen nennt man ihn in Teilen Südwestdeutschlands.
Im nordbadisch-pfälzisch-südhessischen Raum heißt er Dambedei oder Hefekerl.
In anderen Teilen Süddeutschlands wird er Klausenmann genannt.
In der Schweiz heißt dieses Gebäck Grittibänz oder nur Teigmännli.
In Basel sagt man Grättimaa, im Thurgau Elggermaa und in der Gegend um Breisach ist er der Baselmann.
In Luxemburg heißt er Boxemännchen.
Im Elsass wird er Manala oder Männele, in Franche-Comté und in Lothringen wird er Jean Bonhomme genannt.
In Hessen, vor allem im Rheingau wird er auch Weggbopp genannt, was Brötchenpuppe bedeutet.

 

 

Quelle: Foto: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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