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Matthias Claudius - Ein deutscher Dichter

Matthias Claudius zählt zu den bedeutendsten deutschen Dichtern. Bekannt wurde er durch das im Jahr 1779 entstandene Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“.

Abb Matthias Claudius wurde am 15. August 1740 als Sohn eines Pfarrers in Reinfeld bei Lübeck geboren.

Er besuchte die Lateinschule in Plön und wurde nach dem Jura- und Theologiestudium in Jena Mitglied der Deutschen Gesellschaft. Sein Hang zur Literatur war bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht von Erfolg gekrönt.

Daher musste er sich seinen Lebensunterhalt als Privatsekretär von Graf Ulrich Adolph von Holstein Kopenhagen verdienen.

Dort machte er Bekanntschaft mit Friedrich Gottlieb Klopstock, der ausschlaggebend für seine weitere literarische Karriere war.

In der Zeit von 1768 bis 1770 arbeitete er als Redakteur bei der Hamburgischen-Addreß-Comptoir-Nachrichten in Hamburg. Herausgeber war Viktor Ludwig Klopstock, der Bruder Friedrich Gottliebs. Dort machte er Bekanntschaft mit Johann Gottfried Herder und Gotthold Ephraim Lessing.

In der Zeit von 1771 und 1775 gab er den Wandsbecker Boten, die erste, von Johann Joachim Bode gedruckte deutsche Volkszeitung heraus.

Diese Zeitung brachte politische, wissenschaftliche, literarische und belehrende Artikel. Gotthold Ephraim Lessing, Johann Gottfried von Herder, Friedrich Gottlieb Klopstock und Johann Wolfgang von Goethe konnte man für den Wandsbecker Boten gewinnen.

Claudius entwickelte in dieser Zeit seinen eigenen, volkstümlich-humorvollen, teilweise auch melancholischen – verträumten, bisweilen bewusst naiven Stil, der von tiefer Religiösität geprägt war.

Im Jahre 1772 heiratete er die 18 Jährige Rebekka Behn. Mit ihr hatte er 12 Kinder.

1775 veröffentlich Claudius selbst seine gesammelten Werke in "Der Wandsbecker Bote". Er verwendete in seinen Gedichten und Überlegungen als Pseudonym für sich auch den Namen Asmus.

Im Jahr 1779 entstand sein berühmtes Werk, das Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“. Danach folgten volksliedhafte Dichtungen (Der Mensch, Der Tod und das Mädchen).

Er hatte immer finanzielle Probleme, bis er ab 1785 einen Ehrensold vom dänischen Kronprinzen Friedrich bekam. Die literarischen Werke Claudius’ hatten ihn überzeugt.

Ab 1788 verschaffte ihm Friedrich auch einen Job als Revisor bei der Schleswig-Holsteinischen Speciesbank in Altona. Seine Aufgabe war es, viermal im Jahr die Quartalsabschlüsse zu überprüfen. Seiner literarischen Arbeit konnte er sich weiterhin widmen.

Kurz vor seinem Tod arbeitete Claudius bei Karl Wilhelm Friedrich von Schlegels Zeitschrift „Deutsches Museum“.

Matthias Claudius starb am 21. Januar 1815 im Alter von 75 Jahren in Hamburg.



Diese Gedichte von Matthias Claudius findest du auf den Wissenskarten:

Frühlingsgedicht:
Der Frühling; Am ersten Maimorgen

Herbstgedicht:
Apfelkantate

Wintergedichte:
Ein Lied hinterm Ofen zu singen
Winter

Gedicht zu den Jahreszeiten:
Alle gute Gabe

Gedicht zu Advent und Weihnachten:
Immer ein Lichtlein mehr

Sonstige Gedichte:
Abendlied
Die Sternseherin Lise
Der Philosoph und die Sonne
Ein Wiegenlied bei Mondschein zu singen
Eine Fabel
Fuchs und Bär
Fuchs und Pferd

 

 

Quelle:
Foto:http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Portrait_claudius.jpg
Bild:Portrait claudius.jpg
Status: public domain

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