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30. November: Toms Adventscomputer

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Bevor sich unser Adventskalender nun endlich öffnen lässt, möchte ich dich auch im Namen meiner Mitschüler ganz herzlich begrüßen!

Wir freuen uns schon sehr auf dich und dein Interesse an unserem Wissenskarten-Adventskalender. Bevor es richtig losgeht, möchte ich dir gerne eine Adventsgeschichte erzählen, die ich geschrieben habe.

Ich habe sie in unserer Klasse im Sitzkreis vorgelesen, und dann haben wir beschlossen, dass sie auf die Wissenskarten hochgeladen werden darf.

Und ... du brauchst ziemlich viel Phantasie beim Lesen – ich hoffe - DU hast AUCH viel Phantasie – denn ich habe beim Schreiben dieser Geschichte eine Menge Phantasie verspürt.

Also viel Spaß beim Lesen!


Toms Adventscomputer 

Abb Tom ist neun Jahre alt. Er geht in die dritte Klasse.

Es ist der 30. November und der Winter hat begonnen. Draußen schweben viele kleine Schneeflocken zu Boden.

Tom hat Langeweile. Er geht in sein Zimmer und setzt sich auf das Bett. Tom denkt nach: „Morgen bekommen alle Kinder einen Adventskalender mit Schokolade oder schönen Bildern – nur ich nicht!“

(Toms Eltern sind nämlich ein bisschen arm und können Tom keinen Adventskalender schenken).

Traurig schaut er sich in seinem Zimmer um und blickt auf seinen Schreibtisch, wo ein Karton, Papier und Stifte liegen.

Alle Sachen liegen so da, als ob sie ihn anlocken möchten, sie auch sofort zu benutzen.

Anscheinend gelingt ihnen das auch. Er setzt sich auf den Schreibtischstuhl und beginnt zu basteln.

Tom bastelt fast zwei Stunden, dann ist er fertig. Auf dem Schreibtisch liegen zwei längliche Kästen aus Papier.

Auf dem einen ist eine Tastatur abgebildet, und auf dem anderen ein Bildschirm.

Er klebt den Kasten mit dem Bildschirm auf die Papiertastatur. Jetzt sieht es aus wie ein Computer. Tom hatte die Langeweile besiegt und hat auch eine Beschäftigung für den ganzen Tag gefunden, denn jetzt ist es schon halb sieben.

„Zeit für das Abendbrot!“ sagt Tom zu sich selbst und geht in die Küche. Sein Vater ist noch bei seiner Arbeitsstelle und seine Mutter ist bei ihrer Freundin. Tom schmiert sich ein Butterbrot und geht wieder in sein Zimmer.

Während er sein Brot isst, denkt er über seinen Computer nach. Wie schön wäre es, wenn er funktionieren würde!

Tom fallen bei diesen Gedanken allmählich die Augen zu. Als er merkt, wie müde er ist, geht er ins Badezimmer, um sich die Zähne zu putzen.

Er zieht seinen Schlafanzug an, der schon ein paar Löcher hat, steckt einen Daumen in die zwei Löcher und wirft noch einen Blick auf seinen Computer.

Dann macht er das Licht aus und legt sich in sein Bett. „Es war wirklich eine gute Entscheidung, sich ins Bett zu legen“, denkt Tom noch und fällt kurz darauf in einen tiefen Schlaf. In der Nacht träumt er von seinem neuen Computer, dass er wirklich funktioniert.

 

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Am nächsten Morgen – es ist der 1. Dezember – geht Tom aufgeregt in die Küche. Er will seinen Eltern unbedingt erzählen, was gestern passiert ist.

Toms Eltern sitzen am Frühstückstisch und reden miteinander über den heutigen Tag. Als Tom in die Küche kommt, hören sie auf zu reden und begrüßen ihn fröhlich.

Tom holt sich noch einen Teller aus dem Schrank und setzt sich zu seinen Eltern an den Frühstückstisch. Dann legt er los. Eigentlich war es ja gar keine so spannende Sache, einen Computer aus Pappe zu basteln. Doch bisher hat Tom noch nie eine so verrückte Idee gehabt.

Während er seinen Eltern davon erzählt, schmiert er sich ein Brot, denn Brötchen gibt es bei Tom zu hause nur sehr selten. Toms Eltern hören ganz geduldig bis zum letzten Wort zu. Dann aber sagt Toms Vater: „Nun muss ich aber endlich los zur Arbeit!“. Und er verschwindet im Hausflur.

Nach dem Frühstück hilft Tom seiner Mutter noch den Frühstückstisch abzuräumen. Anschließend geht er in sein Zimmer, um sich endlich anzuziehen, denn er ist immer noch im Schlafanzug.

Als er sich anzieht, sieht er ein kleines rotes Licht auf seinem Schreibtisch. Es ist so klein, dass man es eigentlich kaum sehen kann. Aber da die Gardinen noch zugezogen sind, hat Tom es doch entdeckt.

Langsam und etwas ungläubig geht er auf seinen Schreibtisch zu. Er reibt sich die Augen und kann es kaum glauben, als er sieht, woher dieses Licht kommt.

Es kommt aus seinem gebastelten Computer! Der eigentlich nur aufgemalte Powerknopf leuchtet tatsächlich.

Voller Neugier und Aufregung tippt Tom vorsichtig auf den Knopf. Er hält eine Weile den Atem an – auf dem Bildschirm erscheint ein weißer Punkt, der immer größer und größer wird.

Vor lauter Überraschung und Fassungslosigkeit muss Tom erst mal die Augen schließen. Doch als er sie wieder öffnet, hört er zu allem Überfluss auch noch eine Stimme, die offensichtlich auch aus dem Computer kommt.

„Hallo Tom, du brauchst dich nicht zu fürchten! Ich bin`s dein Computer!"

Erstaunt schaut Tom auf seinen Computer, doch dort ist nur der große, weiße Punkt zu sehen. Aber schon wieder spricht die geheimnisvolle Stimme: „Tom, du kannst mich nicht sehen – ich bin in deinem Computer!“

Allmählich erholt sich Tom von seinem Schrecken. Er fragt: „Warum kannst du denn sprechen?“

„Wenn sich jemand so viel Mühe gibt wie du und sich so sehnlichst etwas wünscht, dann geht es manchmal in Erfüllung! So wie jetzt!“ antwortet ihm die Stimme.

„Ach so ist das!“ sagt Tom ganz erstaunt.

„Und außerdem habe ich gehört, wie du gedacht hast, das heute alle Kinder einen Adventskalender haben – nur du nicht. Daraufhin habe ich mir überlegt, wenn du schon keinen Adventskalender mit Bildern und Schokolade bekommst, sollst du wenigstens einen mit Geschichten bekommen!“

„Bitte?“ fragt Tom nun aber äußerst verblüfft. „Woher kannst du denn Gedanken lesen? Und ...
einen Adventskalender mit Geschichten ... wie soll das denn funktionieren?“

Der Computer - oder eher die Stimme aus dem Computer - antwortet gelassen: „Also erstens kann ich die Gedanken nicht lesen sondern hören. Das ist halt so, wenn jemand wie du ein Wesen schafft und die Macht darüber hat. Und dieses Wesen hat dann die Aufgabe etwas Gutes zu tun. Dazu aber muss es natürlich die Fähigkeit haben, die Wünsche auch zu hören.

Und zweitens: Ich bin dein Adventskalender. Ich werde dir jetzt an jedem Dezembertag bis zum Heiligen Abend eine Geschichte erzählen.“

Tom kann es zunächst gar nicht fassen. Doch dann macht er Luftsprünge vor lauter Freude. Endlich – zum ersten Mal – hat er einen Adventskalender! ... Und nicht einen ganz normalen wie jedes andere Kind, das er kennt!

„Nein!“ denkt Tom. „Mein Adventskalender ist gaaaanz anders! Er ist etwas Besonderes!“

Nun zieht Tom sich aber erst einmal an, denn das hat er in der Aufregung natürlich völlig vergessen.

Dann aber setzt sich feierlich auf sein Bett, und bevor er sich die erste Geschichte seines Adventskalender-Pappcomputers anhört, sagt er noch: „DU bist mein Adventskalender!“


Und tatsächlich erzählte der Adventskalender-Pappcomputer ihm wirklich eine wunderschöne Geschichte – nicht nur am 1. Dezember, sondern an allen Tagen in der Adventszeit.

Jede dieser Geschichten war schön oder spannend oder aufregend oder ...


... aber


... diese Geschichten kann ich dir natürlich nicht verraten, denn sie waren ja nur für Tom bestimmt!

Und nun sei nicht enttäuscht über das Ende meiner Geschichte, denn wir haben ja in unserem Wissenskarten-Adventskalender speziell für DICH auch viel zu erzählen und zu berichten.

Ich wünsche dir also ganz viel Spaß bei unserem Wissenskarten-Adventskalender und eine schöne Adventszeit!



Nutzungsbestimmungen für den Wissenskarten-Adventskalender ...

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Quelle:
Fotos: © Medienwerkstatt Mühlacker 2005
Text: Schülerin einer 4. Klasse
Bilder: Schüler eines 4. Schuljahres / gezeichnet mit: Ani...paint; Medienwerkstatt Mühlacker
Der "Wissenskarten-Adventskalender" entstand im Rahmen eines fächerübergreifenden Projekts in einem 4. Schuljahr einer Grundschule
in den Fächern: Deutsch, Sachunterricht, Kunst und Religion

Für Abonnenten von www.grundschulmaterial.de steht ein Druck-Layout des Adventskalenders zum Download zur Verfügung.

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