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Cable Car - Ein Denkmal auf Rädern

Eine Straßenbahn ohne Motor in den Straßen von San Francisco

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Der Erfinder der Cable Cars (Kabelwagen), Andrew Hallidie, beobachtete im Jahre 1889, wie sich auf den steilen Straßen der Stadt San Francisco ein Pferdefuhrwerk überschlug. Der mit Passagieren besetzte Wagen raste dann rückwärts die Straße hinunter.

 

Dieser schwere Unfall veranlasste Andrew Hallidie, sich eine andere Transportmöglichkeit für die steilen Straßen der Stadt auszudenken.

 

Der Ingenieur und Drahtseilfabrikant arbeitete zwei Jahre an seiner Idee, einen Wagen die Hangstraßen der Stadt hinauf und hinunter fahren zu lassen und auch die vielen rechtwinkligen Kurven zu bewältigen.

 

Schließlich hatte er sich eine geniale Konstruktion ausgedacht, und am 1. August 1873 fuhr der erste Cable Car mit seinem Erfinder Andrew Hallidie am Steuerknüppel den steilen Hügel der Clay Street hinab.

Und so funktioniert der Transport der Cable Car: 

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Der Cable Car hat keinen Motor, sondern fährt durch ein Drahtbahnsystem.
Die Fortbewegung erfolgt mit einem Endlos-Stahlkabel, das vom Ausgangspunkt bis zum Endpunkt mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde unter der Straße über zahlreiche Gleitrollen läuft.

 

Das Personal eines Cable Car besteht aus dem gripman (Ein- und Ausklinker) und dem Bremser.
Um zu starten, muss der gripman die Greifzange des Cable Car betätigen. Diese fährt dann in den Straßenschlitz, in dem das Drahtseil verläuft und greift es so fest, dass der Wagen nun gezogen werden kann.

 

Wenn das Drahtseil bei Kurven über eine Rolle läuft, muss der gripman kurz ausklinken, bis die Kurve überwunden ist. Ebenso natürlich auch bei jeder Ampel, die Rot zeigt, wenn der Cable Car anhalten soll.

 

Die Schwerstarbeit hat allerdings der Bremser zu leisten, wenn der Cable Car bei der Talfahrt auf den Seilstücken läuft. Insgesamt hat der Cable Car vier Bremsen, die das Halten auch bei sehr abschüssigen Straßen gewährleisten.

 

Eine interessante Besonderheit haben Cable Cars noch aufzuweisen. Sie haben keinen Rückwärtsgang, daher müssen sie an der Endstation auf einer Drehscheibe in Handarbeit gewendet werden

 

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In der Cable Car Barn stehen die Motoren, welche die Antriebskraft für die Zugseile liefern.

 

In diesem Betriebshaus aus dem Jahre 1887 kann man auf die großen Räder hinuntersehen, welche die Drahtseile antreiben.

 

Gleichzeitig ist Cable Car Barn auch ein Museum, in dem man zahlreiche Ausstellungsstücke und auch alte Cable Cars besichtigen kann.

 

Die Bürger der Stadt San Francisco lieben ihre altmodische von Kabeln gezogene Straßenbahn, und als die Stadtverwaltung die Cable Cars nach dem 2. Weltkrieg abschaffen wollte, war der Protest dementsprechend groß.

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Und die Liebhaber dieses nur in San Francisco existierenden Verkehrsmittels hatten Erfolg.

 

Im Jahre 1964 wurden die Cable Cars sogar unter Denkmalschutz gestellt.

 

Von 1982 bis 1984 wurde das gesamte Streckennetz erneuert und die Wagen wurden in ihrer unverwechselbaren braun-goldenen Farbe neu gestrichen.

 

Und so poltern und rattern die altmodischen Cable Cars noch heute durch die sonst so hochmoderne und fortschrittliche Stadt Frisco (so nennen die Bürger ihre Stadt auch).

 

Quelle:
Foto: Copyright © 2004 Medienwerkstatt Mühlacker Verlagsgesellschaft mbH und deren Lizenzgeber. Alle Rechte vorbehalten. (G.F.)

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