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Brühl : Die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl

UNESCO-Welterbestätte seit 1984

Die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl sind mit ihren Gärten als einzigartiges Beispiel für ein Gesamtkunstwerk des deutschen Rokoko schon 1984 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes der Menschheit aufgenommen worden und heute als Museen der Öffentlichkeit zugänglich

Schloss Augustusburg, die Lieblingsresidenz des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Clemens August von Wittelsbach (1700/23-1761) wurde ab 1725 auf den Ruinen einer mittelalterlichen Wasserburg von dem westfälischen Architekten Johann Conrad Schlaun begonnen und erhielt von 1728-68 unter der Leitung des kurbayerischen Hofbaumeisters François de Cuvilliés ihre prachtvolle Ausgestaltung als herausragende Residenz ihrer Zeit.

Das Herzstück des Schlosses Augustusburg ist das berühmte Prunktreppenhaus, das als die “...wirkungsvollste, glücklichste, prächtigste und schönste Leistung des Rokoko in ganz Deutschland ...”(Paul Clemen) gilt.

Entworfen von Balthasar Neumann, entstand das Treppenhaus in den Jahren von 1740 bis 1760 unter der örtlichen Leitung des Bonner Hofbaumeisters Michael Leveilly.

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Im Anschluss an das Treppenhaus bildeten die zehn erlesen ausgestatteten Räume des Staatsappartements die Hauptschauplätze des höfischen Zeremoniells im 18. Jahrhundert.
Darüber hinaus standen dem Kurfürsten auch weitere geschmackvoll eingerichtete Appartements zur Verfügung, die den Rückzug ins Private erlaubten.

In engem Zusammenhang mit der Architektur des Schlosses schuf der Gartenarchitekt Dominique Girard, Schüler des Gartenmeisters Ludwigs XIV, die barocken Garten- und Parkanlagen gemäß dem Ideal der zeitgenössischen französischen Gartenkunst.

Von 1949 bis 1996 stellte das Land Nordrhein-Westfalen als jetziger Eigentümer dem Bundespräsidenten Schloss Augustusburg als prächtige Kulisse für repräsentative Staatsempfänge zur Verfügung.

Daneben entstand in nur wenigen Jahren von 1729-37 das kleine Lust- und Jagdschloss Falkenlust, ebenfalls nach den Entwürfen Cuvilliés, als eine der intimsten und kostbarsten Schöpfungen des deutschen Rokoko.

Nach den Vergnügungen der Falkenjagd versammelte sich die höfische Gesellschaft zu Souper und Spiel in den kostbar ausgestatteten Innenräumen des Schlosses. Unter den vollständig erhaltenen Räumen ragen die aufwendig ausgestatteten Kabinette hervor, die im Jahre 1763 auch der junge Mozart bewunderte. Die Nebengebäude des Jagdschlosses beherbergen ein kleines Falkenmuseum mit Falknerstube, die in anschaulicher Weise die Lebens- und Arbeitsweise der Falkner zeigt.

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Quelle: „UNESCO-Welterbestätte Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl. Fotos: Horst Gummersbach“.

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