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Der Weg der dt. Nationalmannschaft - Halbfinale - 4.7.2006

Deutschland : Italien (0:2 n. V.)

Abb Am Dienstag, den 4. Juli 2006 bestritt Deutschland gegen Italien im Signal Iduna Park in Dortmund das Halbfinalspiel.

Die Mannschaftsaufstellung wurde wegen der Sperre von Torsten Frings, der wegen eines Faustschlages von der FIFA gesperrt worden war (Tumulte nach dem Spiel Argentinien-Deutschland), gegenüber dem Viertelfinalspiel gegen Argentinien geändert.

Tor:
Jens Lehmann

Abwehr:
Arne Friedrich , Per Mertesacker, Christoph Metzelder, Philipp Lahm

Mittelfeld:
Bernd Schneider , Sebastian Kehl, Michael Ballack, Tim Borowski

Sturm:
Miroslav Klose, Lukas Podolski

Man nahm sich vor, die Tradition zu brechen, dass Italien bei WM-Spielen gegen Deutschland immer einen Sieg davon trug. Die Schmach von Florenz vor 126 Tagen, bei der Italien 4:1 gegen die deutsche Elf gewann, sollte nicht wiederholt werden.

Es zeigte sich ein Spiel mit gegenseitigem hohen Respekt. Die deutsche Elf war ein wenig überrascht, dass Italien offensiv agierte. Gerechnet hatten sie mit einem passiven Spiel der Italiener und waren dementsprechend von der Mannschaftsaufstellung so eingestellt.

Die Deutschen zeigten sich zuerst nervös, die Zuspiele waren ungenau und es gab Abstimmungsprobleme in der Abwehr. Aufmunternde Worte des Publikums mit „Jetzt geht’s los“ sollte die Mannschaft nach vorne bringen.

In der 34. Spielminute hatte Bernd Schneider nach einem Schuss von Podolski über Klose eine exzellente Tormöglichkeit. Doch der Ball ging aus einer Entfernung von 14 m um Haaresbreite über die Latte.

Mit 0:0 ging es in die Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurden die Pässe der Italiener nicht mehr so genau geschossen. Ein Funken Hoffnung kam auf. In der 63. Minute hatte Lukas Podolski nach einer blitzschnellen Drehung die beste Chance ein Siegtor zu erzielen. Doch es sollte nicht sein.

Selbst ein Freistoß von Michael Ballack in der 82. Minute führte nicht zum Erfolg. Der Schuss ging aus 16m Entfernung über den rechten Torwinkel ins Aus.

Dann wurde David Odonkor für Bernd Schneider eingewechselt. Man hoffte durch Turbo Odonkor (10,8 sec auf 100m in Fußballschuhen) auf die große Wende.

In der 85. Spielminute hatte Italien die große Möglichkeit in Führung zu gehen. Dank Lehmann konnte es verhindert werden.

Ein Freistoß in der 91. Minute durch Bastian Schweinsteiger, der für Tim Borowski eingewechselt worden ist, konnte durch die italienische Abwehr geklärt werden.

Das Publikum munterte die deutsche Elf mit „Wir fahren nach Berlin“ immer wieder auf. Die dt. Mannschaft zeigte sich zusehends energischer. Doch ein Siegtor wollte nicht fallen.

Es ging mit 0:0 in die Verlängerung.

Bereits 60 sec. nach Anpfiff hatte Italien eine große Tormöglichkeit – Pfosten – Glück für die Deutschen. Ein paar Sekunden später flog der Ball an die Latte des dt. Tores – erneut großes Glück.

In der 95. Spielminute erfolgte ein Freistoß durch ein Foul an Philipp Lahm. Bastian Schweinsteiger schoss – Italien klärte zur Ecke. Doch auch diese Eckballchance konnte nicht verwertet werden.

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Eine Flanke von Odonkor auf den alleinstehenden Podolski wurde neben das Tor geköpft. Eine weitere Chance hatte Poldi in der 112. Minute – doch der sichere italienische Torhüter Buffon konnte parrieren.

Der Siegtreffer der Italiener in der 119. Minute schockte die deutsche Fußballwelt. Als dann der zweite Treffer in der 120. Minute viel, war das Ergebnis besiegelt - Italien ist im Finale-.

Zum erhofften Elfmeterschießen kam es damit leider nicht mehr.

Das heimische Publikum spendete der deutschen Nationalmannschaft trotz des Ausscheidens viel Beifall und bedankte sich damit für die wunderbare Leistung während der WM, mit der man nicht gerechnet hatte. „You'll never walk alone“ (Du wirst niemals allein gehen) sangen die Zuschauer und zeigten damit, dass sie hinter der Mannschaft standen und stehen werden.

Die deutsche Fußball-National-Mannschaft hat Geschichte geschrieben, denn vor ihr hat noch keine deutsche Elf fünf WM-Siege hintereinander errungen. Diese Niederlage ist die erste Halbfinal-Niederlage seit 1960.

Fazit: 

Die deutsche Elf kämpfte bis zum Schluss. Sie hat es geschafft, während der WM die Deutschen in ein regelrechtes Fußballfieber zu versetzen. Die Mannschaft hat alle in große Begeisterung versetzt.

Das Wunder von Bern vor 52 Jahren konnte leider nicht wiederholt werden. In buchstäblich letzter Minute zerplatzte ein Traum - für Deutschland das große Aus. Respekt für diese Mannschaft, die in 6 Wochen harter Arbeit zusammengewachsen und ein super eingespieltes Team geworden ist. Hochachtung vor dem Fingerspitzengefühl des Bundestrainers, der diese Mannschaft geformt hat.

Diese Elf hatte vier Wochen lang ganz Deutschland in ihren Bann gezogen.

Die Mannschaft unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat ihr letztes WM-Spiel um Platz 3 am 8. Juli 2006 in Stuttgart zu absolvieren.

 



Hier geht es zum kleinen Finale um Platz 3 der deutschen Nationalelf - Deutschland gegen Portugal



 

Quelle:
Foto: Signal Iduna Park in Dortmund
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Westfalenstadion_von_oben.jpg
Bild:Westfalenstadion von oben.jpg
Status: GNU Free Documentation License

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