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Die Geschichte der Festung Königstein 2

Das Staatsgefängnis

1591 wird der erste Staatsgefangene, Kanzler Dr. Nikolaus Krell, auf den Königstein gebracht. bis 1922

Weitere berühmte Festungsgefangene sind:

1706/07 Johann Friedrich Böttger, Miterfinder des europäischen Porzellans
1849 der russische Revolutionär Michail Bakunin
1874 der Sozialdemokrat August Bebel

Bis 1922 ist der Königstein das gefürchtetste Staatsgefängnis Sachsens.


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Das Augusteische Zeitalter

1698
erster Besuch von Zar Peter I.

1712
zweiter Besuch des russischen Zaren

1725
stellen Böttcher und Küfer auf Wunsch Augusts des Starken das größte Königsteiner Weinfass (238.000 Liter) fertig, das bis 1818 im Keller der Magdalenenburg stand.

Damit besiegt er den Kurfürsten von der Pfalz im Wettstreit um den Bau des größten Weinfasses (das Gegenstück dazu steht heute noch im Schloss Heidelberg).

1728

Besuch des "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhelm I. von Preußen und seines Sohnes, Kronprinz Friedrich (später König Friedrich II.)

1756

zu Beginn des Siebenjährigen Krieges (1756-63) Gefangennahme der sächsischen Armee auf der Ebenheit am Lilienstein; der Kurfürst und sein Hofstaat haben sich auf dem Königstein in Sicherheit gebracht; die Festung wird für neutral erklärt.


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Napoleon

1806

Sachsen wird Königreich von Napoleons Gnaden und der Königstein Rheinbundfestung

1813

Napoleon inspiziert die Festung Königstein.

1815

Im Ergebnis des Wiener Kongresses verliert Sachsen große Teile seines Territoriums; der Königstein bleibt als einzige sächsische Landesfestung bestehen.


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Das 19. / 20. Jahrhundert

1848

einzige "Erstürmung" der Festung durch den Schornsteinfegergesellen Sebastian Abratzky

1849

Während des Maiaufstandes in Dresden dient der Königstein erneut als Zufluchtsort für die sächsische Königsfamilie. Nach der Niederschlagung des Aufstandes nimmt er die verhafteten Revolutionäre als Gefangene auf.

1866

Nach dem für Sachsen verlorenen Preußisch-Österreichischen Krieg muss der Königstein an einen preußischen Kommandanten übergeben werden und erhält eine preußische Besatzung.

1870

Während des Deutsch-Französischen Krieges wird die Festung Königstein erstmals als Kriegsgefangenenlager genutzt.

1871

Nach der Reichsgründung wird der Königstein als einzige sächsische Anlage in das gesamtdeutsche Festungssystem eingegliedert und erhält wieder eine sächsische Garnison.

1913

Streichung der Kommandantenstelle aus dem Militäretat und Aufhebung des Festungscharakters


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Mit freundlicher Genehmigung von:
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Fotos: © 2006 Medienwerkstatt Mühlacker

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