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Murmeln allgemein

Das Murmelspiel ist ein in der ganzen Welt verbreitetes Kinderspiel.

Durch Funde aus babylonischer, römischer und germanischer Zeit weiß man, dass das Murmelspiel bereits sehr alt ist.

So wurden etwa in den Gräbern der alten Pharaonen Murmeln als Grabbeilage gefunden.

Die ältesten Murmeln, die man gefunden hat, stammen aus der Zeit von etwa 3000 vor Christus.

Anhand archäologischer Funde nimmt man an, dass die verschiedenen Spiele, die man mit Murmeln, Klickern oder Schussern spielen konnte, in Mitteleuropa und der Schweiz seit der Zeit um 1500 an Beliebtheit deutlich zugenommen haben.

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Im Mittelalter war das Murmelspiel auch in Deutschland weit verbreitet.

Auf dem berühmten Bild „Kinderspiele" des flämischen Malers Pieter Brueghel von 1560 sind an mehreren Stellen Kinder zu sehen, die mit Murmeln spielen.

Die Größe der Kugeln, das Material und die Farbigkeit der Murmeln waren sehr unterschiedlich.

Die echten Murmeln waren seinerzeit jedoch nur den Kindern reicher Leute vorenthalten. Das normale Volk spielte mit Nüssen.

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Die Herstellung von Glasmurmeln begann im Jahre 1848 in dem thüringischen Ort Lauscha.

Hier erfand ein Glasbläser namens Christoph Simon Karl Greiner die so genannte Märbelschere.

Märbel ist ein anderes Wort für Murmel, das auch in das Hochdeutsche übernommen wurde.

Im September des Jahres 1848 erhielt Christoph Simon Karl Greiner die Konzession zur alleinigen Herstellung von künstlichen Achat- und Edelsteinkugeln.

In den deutschsprachigen Ländern gibt es für das Murmelspiel und die Murmel viele unterschiedliche Namen.

Dazu gehören: Schussern, Bucker, Knicker, Klickern, Marbeln, Märbeln, Schnellern und Heuer.

Der Name Murmel stammt ursprünglich von dem Begriff „Marmor", dem früher häufigsten Herstellungsmaterial.

Die anderen Namen beschreiben entweder das klackernde Geräusch der aneinanderstoßenden Kugeln oder die Art und Weise, wie sie sich bewegen.

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Murmeln aus Stein, die meistens aus Marmor hergestellt waren, besaßen schon die Kinder im alten Rom.

Doch überall auf der Welt spielten die Kinder auch mit Glasmurmeln, Perlen, Steinen, Nüssen oder Muscheln.

In Europa waren lange Zeit farbige Murmeln aus Ton sehr verbreitet. Heute gibt es fast ausschließlich Glasmurmeln.

Die Spielmöglichkeiten und Regeln für das Murmelspiel sind sicher ebenso zahlreich wie die Farben der beliebten, kleinen Kugeln.

Meistens spielen Kinder im Freien auf festem Erdboden mit ihren Murmeln.

Denn hier ist es am einfachsten, ein etwa faustgroßes Loch im Boden zu machen und den lockeren Boden darum wieder festzustampfen oder für andere Murmelspiele die üblichen Abwurflinien zu kennzeichnen.

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Quelle:
Fotos: Copyright: © 2007 Medienwerkstatt Mühlacker (MF)
www.grundschulmaterial.de
Bild von Pieter Brueghel: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Children.jpg
http://en.wikipedia.org/wiki/Public_domain
Pieter Brueghel, Children's Games (1560) pl: Zabawy dziecięce
Oil on canvas, approximately 46 inches x 63 inches. Kunsthistorisches Museum, Vienna.

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