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Maikäfer

Vorkommen 

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Der Maikäfer gehört zur Familie der Blatthornkäfer. Seinen Namen hat er aufgrund der fächerartigen Fühler an seinem Kopf bekommen. Die Enden dieser Fühler bestehen aus kleinen Blättchen, die wie ein Fächer auseinandergehen.

Man unterscheidet Feldmaikäfer und Waldmaikäfer. Die Feldmaikäfer kommen vorwiegend in Mitteleuropa vor; der Waldmaikäfer ist in Nordeuropa und Osteuropa anzutreffen.

Die meisten Maikäfer gibt es in Zentraleuropa, ihr Hauptvorkommen befindet sich vor allem auf der Fläche der Bundesrepublik Deutschland. Hier leben sie vor allem in Laubwäldern, da die Blätter, Knospen und Blüten ihre Hauptnahrung bilden. Ganz besonders bevorzugen sie die Blätter der Eiche.

Weil Maikäfer an den Pflanzen große Schäden anrichten können und es früher regelrechte Maikäferplagen gab, wurden sie mit chemischen Mitteln bekämpft. Deshalb sind sie heute eher selten, und viele Tageszeitungen berichten daher auch in jedem Jahr über den ersten Maikäfer, der gefunden wird.

In den 40er Jahren war der Maikäfer beinahe ausgerottet. In den 80er Jahren hatte er sich in Europa wieder zu einer Plage entwickelt. In den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland Pfalz sind in manchen Jahren große Baumbestände von den Maikäfern bedroht.

Aussehen 

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Maikäfer erreichen eine Größe von bis zu 25 mm und haben wie alle Insekten sechs Beine.

Sie haben rotbraune Flügel, eine schwarze Unterseite, ein schwarzes Halsschild und ein Zickzackmuster an den Seiten.

Unter den beiden oberen dicken Deckflügeln liegen zwei dünne Hautflügel. Es gibt auch Maikäfer, die eine Behaarung aufweisen.

Die Männchen sind daran zu erkennen, dass sie an ihren Fühlern sieben Blättchen haben, während die Weibchen nur sechs Blättchen besitzen.

Auch sind die männlichen Tiere größer als die Weibchen. Die Fühler sind für die Maikäfer das Geruchsorgan.

 

Lebensweise und Fortpflanzung 

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Der Maikäfer gräbt sich im Frühjahr in den Monaten April und Mai aus dem Boden, wo er überwintert hat.

Die erwachsenen Käfer schwärmen vor allem in den Monaten Mai und Juni aus. Mit ihren Mundwerkzeugen und dem kräftigen Kiefer fressen sie vorwiegend nachts und klammern sich dabei mit den Füßen an den Ästen fest.

Das Leben dieser erwachsenen Käfer dauert nicht besonders lange, oft sterben sie schon nach vier bis sieben Wochen. Die Männchen sterben direkt nach der Begattung, und die Weibchen nach der Ablage der Eier.

Das Weibchen legt 24 Stunden nach der Paarung die Eier im Boden ab und gräbt sich dabei im Boden ein. Es werden ungefähr 20 Eier in einer Grube in 20 - 50 cm Bodentiefe abgelegt. Nach 4-6 Wochen schlüpfen daraus die Engerlinge (Larven). Ihre Nahrung besteht aus Humus und Pflanzenteilen.

Maikäfer haben eine Zykluszeit (Zyklus = Kreislauf) von 4 Jahren. Das bedeutet, dass die frisch geschlüpften Engerlinge erst nach vier Jahren ihre vollständige Entwicklung zum geschlechtsreifen Tier beendet haben.

Im zweiten Jahr ihres Lebens fressen die Larven sehr viel und können 4-5cm groß werden. Sie können großen Schaden an den Wurzeln anrichten, denn sie sind in der Lage Wurzeln durchzubeißen, die so dick wie Strohhalme sind.

In ihrem dritten Lebensjahr verpuppen sich die Larven in einer Puppenwiege und nach 6 Wochen schlüpfen dann die fertigen Käfer.

Erst im vierten Jahr bei etwa 20° C kriechen sie dann als geschlechtsreife Käfer aus dem Boden nach oben.

Der Maikäfer und auch die Larven ziehen sich im Winter in tiefe frostfreie Bodenschichten (30 - 80 cm) zurück.

Natürliche Feinde des Maikäfers 

Einige Feinde des Maikäfers sind der Maulwurf, der Igel, die Spitzmaus, Vögel und andere Wirbeltiere wie zum Beispiel das Wildschwein. Die Larven werden aber auch von Krähen und Möwen gefressen. Weitere Feinde sind Fadenwürmer, Bakterien und Viren.

 

Quelle:
Fotos: Copyright © 2007 Medienwerkstatt Mühlacker
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