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Klärwerk Ölbachtal

Im Bochumer Stadtteil Querenburg befindet sich in der Straße „Vor den Teichen" das Klärwerk Ölbachtal.

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Die erste Anlage zur mechanischen Reinigung der für die damals größtenteils aus dem Bergbau stammenden Abwässer wurde bereits 1922 gebaut.
Das heutige Klärwerk ist bereits die vierte Ausbaustufe.
1960 kam eine biologische Reinigungsstufe hinzu.
Sie hatte vier Tropfkörper.
Das 50 km² große Einzugsgebiet des Ölbachs wurde von 1972 - 1976 wasserwirtschaftlich saniert.
Dabei wurde 1976 eine vollständig neue Kläranlage errichtet.
Diese Kläranlage ist das drittgrößte Klärwerk entlang der Ruhr.
Sie reinigt die jetzt meist aus Haushalten stammenden Abwässer mechanisch, biologisch und chemisch.
 Die Kläranlage bekam außerdem eine Anlage zur Klärschlammentwässerung.
1978 - 1979 kamen noch drei Schönungsteiche hinzu.
Die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen machten von 1995 - 2000 eine abermalige Erweiterung und Modernisierung der Kläranlage notwendig.
Sie war bis 2001 abgeschlossen.

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Die Kläranlage reinigt das Abwasser von rund 290.000 Menschen in Bochum und Witten, vor allem die Abwasser aus Gerthe, Langendreer, Harpen, Laer, Altenbochum und Querenburg, bzw. aus Witten-Mitte, Annen, Heven und Bommern.

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Weithin sichtbar sind die beiden Faulbehälter.
Diese beiden bauchigen Türme sind jeweils 39 m hoch und 22 m breit.
In ihnen befindet sich Klärschlamm, der etwa 20 Tage vor sich hin fault.
Das Innere der Faulbehälter ist absolut luftdicht verschlossen.
Dort ist es rund 37 Grad warm.
Gigantische Mengen Bakterien fressen hier mit großem Appetit große Teile der organischen Inhaltsstoffe des Klärschlamms auf.
Sie lassen fast nur noch anorganisches Material zurück.
Bei diesem biologischen Faulungsprozess entstehen Faul- oder Biogase.
Dieses Gas steigt auf an die Oberfläche des Schlammes und wird von einer technischen Anlage in einen 3.500 Kubikmeter großen Gasbehälter abgezapft.
Mit diesem Gas wird ein Blockheizkraftwerk betrieben, das ebenfalls zur Kläranlage gehört.
Es erzeugt Strom und Wärme für die Eigennutzung.

Das beim Faulungsprozess zurückgebliebene anorganische Material wird später entwässert und verbrannt.
Ganz am Ende des Klärprozesses fließen 400 - 600 Liter gereinigtes Wasser pro Sekunde über den Ölbach in den Kemnader See und in die Ruhr.

Die Kläranlage wird von insgesamt 14 Mitarbeitern betrieben.
Zwar laufen die Maschinen sieben Tage pro Woche rund um die Uhr, doch die Arbeiter sind nur tagsüber und werktags im Einsatz.
Trotzdem ist die Sicherheit gewährleistet, denn mögliche Störungen werden automatisch gemeldet.

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Quelle: Fotos: Medienwerkstatt Mühlacker (MH)

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